Wenn Du eine Webseite erstellst oder eine Webseite erstellen lässt, ist das Webhosting neben der Domain ein essenzieller Bestandteil Deiner Webseite. Doch was ist ein Webhosting, und worauf solltest Du achten? In diesem Beitrag zeige ich Dir, worauf es ankommt.
Schweizer Webhosting-Unternehmen
Bei den meisten etablierten Schweizer Webhosting-Anbietern reicht für eine «normale» WordPress-Webseite das kleinste Hostingpaket bzw. bei einigen das spezielle «WordPress-Hosting». Nachfolgend die kleinsten Hosting-Pakete von Schweizer Hosting-Anbietern, mit denen ich bisher gute Erfahrungen gemacht habe. Preise können sich ändern, ich versuche sie jedoch aktuell zu halten (Stand: Oktober 2026).
Infomaniak
PreisAb 10.91 CHF / Monat
Speicherbis 250 GB
Webseitenbis 20
SSL-Zertifikatekostenlos
E-Mail1 Adresse (5 Adressen mit Web+Mail ab 13.20 CHF / Monat)
Support7 Tage pro Woche, per Telefon und E-Mail
Backupautomatische Wiederherstellung der letzten 7 Tage
ExtrasBaukastensystem für einfache Webseiten, WordPress-Theme Divi inbegriffen, kostenloses Starter-Hosting, 30 Tage kostenlos testen
cyon
PreisAb 14.90 CHF / Monat
Speicherbis 250 GB
Webseitenbis 10
SSL-Zertifikatekostenlos
E-Mailunbegrenzt Adressen
Supportkostenlos per Chat, E-Mail und Telefon
BackupApp-Verwaltung mit Backup- & Wiederherstellungsfunktion
Extraskostenloser Umzugsservice, 30 Tage kostenlos testen
Hostpoint
PreisAb 15.90 CHF / Monat
Speicherbis 100 GB
Webseitenbis 10
SSL-Zertifikatekostenlos
E-Mailunbegrenzt Adressen
Support7 Tage pro Woche, Telefonsupport inklusive
Backup30 Tage (Wiederherstellung kostenpflichtig)
Metanet
PreisAb 12.90 CHF / Monat
Speicherbis 50 GB
Webseitenbis 10 Domains
SSL-Zertifikatekostenlos
E-Mailbis 1000 Postfächer
Support5 Tage pro Woche
BackupBackup- & Wiederherstellungsfunktion
ExtrasWebsite-Baukasten inklusive, günstiges Reseller-Hosting (zum Angebot)
Hostfactory
PreisAb 9.90 CHF / Monat
Speicherbis 10 GB
Webseitenbis 10 Domain-Accounts
SSL-Zertifikatekostenlos
E-Mailunbegrenzt Adressen
SupportTicket-Support kostenlos an 365 Tagen, Telefon-Hotline kostenpflichtig
Backup30 Tage automatisch, selbst wiederherstellbar
Extras30 Tage kostenlos testen
Was ist ein Webhosting?
Das Webhosting ist der Speicherplatz und Installationsort einer Webseite. Alle Dateien wie Bilder, Videos, HTML und viele andere werden darauf gespeichert, und serverseitiger Programmcode wie z. B. PHP wird darauf ausgeführt. Meist verwenden Webanwendungen auch Datenbanken, die ebenfalls im Webhosting gespeichert sind. Jede Webseite benötigt ein Webhosting.
Was ist ein Shared Hosting?
Das Shared Hosting ist das verbreitetste Modell für Webseiten-Hosting. Du teilst Dir einen Server mit vielen anderen Kunden.
Was ist ein VPS-Hosting?
VPS steht für Virtual Private Server. Bei einem VPS-Hosting wird Dir ein virtueller Server mit zugewiesenen Ressourcen wie CPU, Speicherplatz und Arbeitsspeicher zur alleinigen Nutzung zur Verfügung gestellt. Im Gegensatz zum Shared Hosting teilst Du die zugewiesenen Ressourcen nicht mit anderen Kunden.
Was ist ein dedizierter Server?
Bei einem dedizierten Server wird Dir ein eigener physischer Server zur Verfügung gestellt. Die gesamte Hardware und die damit verbundenen Ressourcen des Servers stehen Dir allein zur Verfügung. Im Gegensatz zu einem VPS teilst Du die Hardware des Servers nicht mit anderen Kunden.
Agenturhosting
Es gibt Agenturen, die Webseiten und Webapplikationen nur auf ihren eigenen Servern anbieten. Das hat teils auch gute Gründe. Ich würde auf jeden Fall fragen, was das Agenturhosting alles beinhaltet und wie das Vorgehen bei einem allfälligen Agenturwechsel wäre.
Gute Gründe für ein Agenturhosting
- Software- und Sicherheitsupdates sind oft im Preis inbegriffen (abklären)
- Technische Anforderungen sind erfüllt (vor allem bei komplexeren Anwendungen wichtig)
Shared Hosting oder eigener Server
Bei den meisten WordPress-Webseiten, aber auch bei vielen anderen verbreiteten CMS reicht ein Shared Hosting. Oben findest Du ein paar Angebote von Webhosting-Unternehmen mit Serverstandort in der Schweiz.
Verwendet Deine Webagentur ein komplexeres System oder hast Du einen überdurchschnittlichen Sicherheits- und Service-Anspruch an Deine Webseite, kann es auch sinnvoll sein, die Webseite statt auf einem Shared Hosting auf einem VPS-Hosting, einem dedizierten Server oder direkt bei der Webagentur zu hosten. Beispielsweise bei grösseren Unternehmenswebseiten, die an ein PIM angeschlossen sind, oder wenn höhere technische Anforderungen bestehen. Auch dann lohnt es sich, die Angebote zu prüfen.
Falls Du Dich nicht selbst um die technische Umsetzung Deiner Webseite kümmerst, verlange von Deinem Webmaster auf jeden Fall einen Update-Service. Ausser bei Baukastensystemen oder wenn die Sicherheitsupdates explizit erwähnt werden, sind Sicherheitsupdates nicht automatisch im Webhosting inbegriffen.
Worauf solltest Du bei der Wahl Deines Hosting-Anbieters achten?
Eingesetzte Webtechnologie
Falls Du bereits weisst, welche Webtechnologie Du einsetzt, prüfe, ob das Webhosting die technischen Anforderungen Deines CMS oder Deiner Webanwendung erfüllt. Verwendest Du WordPress, steht bei den meisten Anbietern, welches Paket für WordPress geeignet ist.
Speicherplatz und Traffic
Achte darauf, dass genügend Speicherplatz für die Webseite und die E-Mail-Konten inbegriffen ist. Falls Du einen externen E-Mail-Anbieter wie Microsoft oder Google verwendest, musst Du Dir bei der Wahl des Hosting-Anbieters keine Gedanken um den Speicherplatz für E-Mails machen. Prüfe, ob es eine Beschränkung des Transfervolumens bzw. Traffics gibt; meist ist dies nach dem Fair-Use-Prinzip geregelt.
Backup und Wiederherstellung
Achte darauf, dass Backups Deiner Webseite und Deiner E-Mail-Konten erstellt werden und diese auch wiederhergestellt werden können. Bei den meisten Webhosting-Anbietern werden Sicherungen erstellt, bei einigen fallen für die Wiederherstellung jedoch Kosten an. Bei manchen Anbietern kannst Du zudem eigene Backup-Prozesse einrichten, um Sicherungen bei Bedarf selbstständig wiederherzustellen.
Zusätzliche Kosten
Gibt es zusätzliche Kosten, um die man nicht herumkommt? Ein Beispiel ist das SSL-Zertifikat. Jede Webseite sollte über ein SSL-Zertifikat verfügen. Es gibt kostenlose SSL-Zertifikate, trotzdem gibt es Hosting-Anbieter, die diese nicht unterstützen und nur kostenpflichtige SSL-Zertifikate anbieten.
Reaktionszeit bei Sicherheits- und Infrastruktur-Updates
Wird eine Sicherheitslücke in PHP, im Webserver oder im Betriebssystem bekannt, muss der Hoster seine Server rasch aktualisieren. Auf einem Shared Hosting kannst Du das nicht selbst erledigen und bist auf die Reaktionszeit des Anbieters angewiesen. Achte deshalb darauf, wie schnell ein Hoster Updates einspielt und wie transparent er darüber informiert, zum Beispiel über eine Statusseite oder per E-Mail. Wie unterschiedlich Schweizer Hoster in einem solchen Fall reagieren, zeigt mein Beitrag PHP2Shell: Wie Schweizer Hoster reagiert haben.
Darauf solltest Du beim Wechsel des Webhosting-Anbieters achten
Berücksichtige die Umzugskosten
Verfügst Du über eine bestehende Webseite, solltest Du die Umzugskosten nicht unterschätzen. Ein Relaunch der Webseite ist eine gute Gelegenheit, das Webhosting zu wechseln. Du musst aber nicht in jedem Fall einen Relaunch durchführen, wenn Du den Hosting-Anbieter wechselst. Dann sollte sich der Aufwand für den Umzug jedoch im Rahmen halten. cyon bietet beispielsweise einen attraktiven Service für den Webseitenumzug an.
Verwendete Systeme
Verwendest Du ein CMS wie WordPress, ist ein Umzug relativ einfach und mit wenig Aufwand verbunden. Verwendest Du das Baukastensystem eines Webhosting-Anbieters, kannst Du die Webseite meist nicht umziehen und musst sie neu erstellen.
E-Mail-Hosting ist meistens im Webhosting inbegriffen. Wechselst Du den Hosting-Anbieter, kann es sein, dass Du auch Deine E-Mails umziehen und gegebenenfalls die Servereinstellungen auf Deinen Endgeräten wie Smartphones und Computern anpassen musst, um Deine E-Mail-Adresse weiterhin verwenden zu können.
Falls Deine E-Mails bei einem anderen Anbieter wie Google oder Microsoft liegen, musst Du darauf achten, dass die Einträge im Nameserver weiterhin vorhanden und korrekt sind.
Domain Name System (DNS)
Das World Wide Web, wie Du es kennst, ist auf das Domain Name System angewiesen. Man kann es sich wie einen Wegweiser oder ein Regelwerk für die Datenkommunikation vorstellen: E-Mails müssen zu Server A, Webseiten-Besucher zu Server B, Onlineshop-Besucher zu Server C, Server A, B und C dürfen E-Mails versenden usw. Wechselst Du den Hosting-Anbieter, solltest Du darauf achten, dass der Nameserver an sich und diese Einträge weiterhin vorhanden und korrekt sind.
Muss der Domainname umgezogen werden?
Du musst den Domainnamen nicht beim selben Anbieter registrieren, bei dem Du Dein Hosting hast. Der Einfachheit halber kannst Du ihn aber mit umziehen.
Kündige den alten Hostingvertrag
Hast Du den Umzug über die Bühne gebracht und läuft alles reibungslos, musst Du das Hosting beim alten Anbieter kündigen. Nur weil Deine Webseite nicht mehr beim alten Anbieter läuft, heisst das nicht, dass der Vertrag automatisch gekündigt ist.
Fragen und Beratung zum Webhosting
Hast Du Fragen? Dann melde Dich gerne bei mir.

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